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Walter Bredendiek als Neulehrer in Gramzow
(15.Mai 1946 -November 1947)

 

Nachdem Walter Bredendiek, sein Studium in Hamburg aus finanziellen Gründen im April 1946 abbrechen mußte, kehrte er nach Gramzow zurück.

Seit dem 15.Mai angestellt, begann er am 1. Juni 1946 seine Lehrtätigkeit als Schulamtsbewerber an der Zentralschule in Gramzow.

Diese Tätigkeit, obwohl nur gut 11/2  Jahre in Gramzow ausgeübt, wurde entscheidend für seine spätere Entwicklung. Durch diese Lehrtätigkeit entschloß er sich, sein ganzes Leben der Erziehung der jungen Generationen zu widmen und seine späteren Studien nicht mehr an der Theologischen- und Philosophischen Fakultät fortzuführen. Er studierte dann Pädagogik, Geschichte und belegte zusätzlich einige Vorlesungen in Philosophie.

Zu den wenigen Zentralschulen [1] , die bereits zu Beginn des Schuljahres 1946/47 im Kreis Angermünde eröffnet werden konnten, gehörte auch die Gramzower. Der Unterricht selber, vor der Erweiterung zur Zentralschule, wurde in Gramzow am 1. Oktober 1945 aufgenommen. Der ehemalige Oberlehrer Freud, schon in den Ruhestand versetzt, übernahm die Leitung der Schule [2] . Unterricht erteilten in den Jahren 1945–47, soweit feststellbar, folgende Personen [3] , [4] :

 

Name

Tätigkeit

Dauer

Bemerkungen

Hermann Freund

Schulleiter

01.10.1945 - 1948

 

Erna Strecker

Lehrerin

01.10.1945 -

 

Madelaine Schäfer

Lehrerin

01.10.1945 -

 

Irmgard Werner

Lehrerin

01.10.1945 -

 

Ilse-Dore Theben

Hospitantin

01.10.1945 -

Später Lehrerin in Lützlow und Wendemark.

Sigrid Henning

Hospitantin

01.10.1945 – 01. 1946

Im Januar 1946 an Rippenfellentzündung gestorben.

Käthe Weyher

Hospitantin

01.10.1945 -

Später Lehrerin in Lützlow.

 

 

 

 

Walter Bredendiek

Schulamtsbewerber

18.05.1946 - 1947

 

Ulrich Lange

Schulamtsbewerber

24.07.1946 -

 

Blandina Liedke

Lehrerin

01.09.1946 -

 

Hedwig Liedke

Schulamtsbewerber

01.09.1946 -

 

Ernst Nattkämper

Schulamtsbewerber

01.09.1946 -

 

Franz Busse

Schulamtsbewerber

01.09.1946 -

 

Ursula Ristow

Schulamtsbewerber

01.09.1946 -

verh. Ladwig

Bernhard Prystwik

Schulamtsbewerber

 

 

Gerhard Haß

Schulamtsbewerber

 

 

Christel Schulze

Hospitantin

01.02.1946 – 04.1946

Sie war Kindergärtnerin und wurde nach der Hospitation in Gramzow in Polßen als Lehrerin eingesetzt.

Ursula Nattkämper

Schulamtsbewerber

01.07.1946 -

 

 

Wie sah nun seine Tätigkeit in Gramzow im speziellen aus? Einiges an vor- und nachbereitendem Material für seine Unterrichtsstunden, wie Stundenskizzen, Charakteristiken seiner Schüler, u.ä.  ist erhalten geblieben, so daß ein gutes Bild über seine Arbeit an der Schule entsteht. Diese Materialien zeigen, wie ernst er diese Tätigkeit nahm und mit welch festem Willen er antrat, diese ihm übertragene Aufgabe als Lehrer zu erfüllen.

Voller Akribie, ja man kann fast schon sagen, mit einem Hang zum Perfektionismus, sind diese Unterlagen geführt. Jede Kleinigkeit wurde eingetragen, jede Stunde genau mit zu vermittelnden Stoff, Ziel der Stunde, erreichen oder nicht erreichen des Zieles, Schlussfolgerungen und weiteres Vorgehen im Unterricht erfaßt.

Seit dem 1. September 1946 war Walter Bredendiek Ordinarius der 8. Klasse, gleichzeitig Fachlehrer für Mathematik, Latein und Englisch in anderen Klassen. Neben seinen Arbeiten in den Klassen wurde ihm die Leitung des Angermünder Erdkunde-Kreisseminars übertragen, gleichzeitig leitete er eine von ihm ins Leben gerufene Mathematik-Arbeitsgemeinschaft der Neulehrer seines Unterbezirkes [5] . Später wurde er stellvertretender Schul- und Bezirksschulleiter an der Zentralschule in Gramzow.

Die Klassenfrequenzen waren zur damaligen Zeit sehr groß. Die ihm übertragene 8. Klasse bestand zu Beginn des Schuljahres aus 53 Schülern. Zu Ende des Schuljahres hat sich diese Zahl auf 46 verringert. Bei der Beurteilung [6] der Schüler der 8. Klasse bei der Zeugnisverteilung am 1. März 1947 werden folgende 41 Schüler aufgeführt:

 

Vorname

Nachname

Zusatz [7]

Marianne

Watzke

*

Marianne

Schröder

*

Marianne

Duclos

*

Magdalene

Zimmer

*

Dietrich

Holzkamm

*

Edith

Heise

*

Ursula

Grunert

*

Ursula

Brandt

*

 

Wetzel

*

Christa

Wuttge

*

Renate

Wolf

*

Hans-Georg

Henning

*

Christa

Schmid

*

Brunhild

Holzkamm

*

Luise

Jacob

*

Marianne

Rutz

*

Inge

Boese

*

 

Nürnberg

 

Helga

Röhl

*

 

Lange

*

 

Greiser

*

S.

Schröder

 

 

Manke

*

 

Koppe

 

H.

Boese

 

 

Naß

 

Johanna

Klug

*

 

Mändle

 

 

Voigt

*

 

Kolberg

 

 

Kaplick

 

 

Veuth

 

Axel

Andersson

*

 

Fick

 

Eberhard

Zirzow

*

 

Schwedesky

*

Richard

Kuck

*

 

Mollenhauer

 

 

Daum

 

 

Schönberg

 

 

Tourbier

 

 

Das Durchschnittsalter betrug fast 15 Jahre, war also ziemlich hoch. Da die Schulpflicht damals nur bis zur achten Klasse ging, besuchten auch viele Kinder, die an sich nicht mehr schulpflichtig wären, noch den Unterricht. Ein Zeichen dafür, daß man sich in breiten Kreisen der Elternschaft von der neuen Schule viel versprach.

Walter Bredendiek begann als Neulehrer. Der Neulehrer stand nach dem Krieg im Brennpunkt des öffentlichen Interesses und damit auch der öffentlichen Kritik. Die Schüler glaubten zunächst einmal und wie sollte es auch anders sein, daß derjenige, der ihm etwas beizubringen hat, tatsächlich auch mehr kann und weiß als er selbst. Wenn die Schüler die Neulehrer mißtrauisch betrachteten, so hat dies vor allem daran gelegen, daß sie von deren Kenntnissen nicht überzeugt waren. Verächtliche Äußerungen der Eltern werden diesen Zustand mit herbeigeführt haben. Zweifellos gehört es zu den unerläßlichen Forderungen, die an einen Lehrer gestellt werden müssen, daß er die deutsche Sprache in Wort und Schrift beherrscht. Es war aber leider so, daß bei dem Lehrermangel, der im Oktober 1945 und zum Teil auch in den späteren Jahren noch akut war, selbst auf solche Menschen zurückgegriffen werden musste, die diese Grundvoraussetzung nicht mitbrachten. Sicher war es nicht die Mehrheit, wie es aber oft so ist, gerade die Fehler drangen nach außen, wurden ein weidlich ausgenutztes Gesprächsthema und brachten den ganzen Neulehrerstand in Misskredit. Durch seine sehr gute Bildung hatte Walter Bredendiek keine Schwierigkeiten, die auf diese Einstellung begründete Ablehnung zu überwinden. Es gelang ihm schnell die Kinder, die vorher nichts weiter als den Elementarunterricht ihrer dörflichen Volksschule kennen gelernt hatten, von seinem großen Wissen zu überzeugen.

Seinen ersten Unterrichtstag beschreibt er so:

„Ich kann mich noch sehr genau des Tages erinnern, an dem ich meine erste Lektion zu halten hatte. Es war unverkennbar, daß die Kinder vom ersten bis zum letzten bereit waren, sich auf jede, auch die geringste Blöße zu stürzen, die ich mir geben würde, daß also auch sie und nicht nur die Erwachsenen uns mit sehr, sehr kritischen Augen betrachteten. Was hatten wir also zu tun? Wir mußten versuchen, jeder abfälligen Kritik von seiten der Kinder die Grundlage zu entziehen. Das ließ sich natürlich nicht befehlen oder erzwingen. Wenn nun viele Lehrer sagen: „Ein Schüler hat zu lernen und nicht zu kritisieren!“ so halte ich diesen Standpunkt, der von der Voraussetzungen ausgeht, daß die Autorität des Lehrers in jedem Falle anzuerkennen und blind zu respektieren sei; für veraltet und darüber hinaus für höchst bedenklich und gefährlich. Ein Schüler soll ruhig, wenn er alt genug dazu ist – und ich habe fünfzehn= und sechzehnjährige Jungen und Mädchen in meiner Klasse – kritisch an die ihn umgebenden Menschen und Dinge herangehen. Wollen wir in der Schule zum Denken und Urteilen, zum Sichten und Wägen erziehen, so ist die Kritik hierzu eine unerlässliche Voraussetzung. Es wäre töricht, wenn man verlangen wollte, daß sie vor der Person des Lehrers haltmachen sollte: ist Grund dafür vorhanden, wird selbstverständlich auch der Lehrer von seinen Schülern kritisiert, es liegt doch wohl an jedem einzelnen Erzieher, daß er keine Veranlassung zu abfälliger Kritik gibt.“

So kam es Walter Bredendiek in erster Linie darauf an eine Basis des Vertrauens zu seinen Schülern und gleichzeitig auch zwischen Schule und Elternhaus zu schaffen. Es gelang ihm zu den meisten Eltern solch Vertrauensverhältnis herzustellen. Sicher kam ihm dabei zu gute, daß er in Gramzow großgeworden war und ihn die meisten Familien persönlich kannte. Andererseits war es ohne die Schüler und die Akzeptanz seiner Arbeit nicht möglich. Denn die Eltern mussten in erster Linie davon überzeugt sein, daß die Kinder in der Schule wirklich etwas lernten und daß die alte Ansicht, daß der Lehrer sein Geld bekäme ohne etwas dafür zu tun, nicht den Tatsachen entspricht. Walter Bredendiek kam es aber darauf an, denn gelernt wurde in der Schule zu jeder Zeit, daß die Schüler freudig und interessiert mitarbeiteten. Er wollte erreichen, daß aus dem „Lernen müssen“ ein freudiges „Lernen dürfen“ wurde. Der Unterricht sollte nicht als Zwang, dem man sich nun einmal unterwerfen muß, empfunden werden, sondern daß die Freude am Arbeiten den Unterricht beherrscht. Sicher ist das in der Absolutheit nicht möglich. Keinem Lehrer wird es gelingen in jeder Stunde diese Freude hervorzubringen. Ihm kam es aber darauf an, daß die Kinder, nachdem sie zu einem „Freundschaftsverhältnis“ zu ihrem Lehrer gefunden hatten, zu Leistungen imstande waren, die andere Lehrer, die nicht als „Freund“ sondern als „Einpauker“ empfunden wurden, nie erreichen konnten.

So war es denn sein Hauptstreben, solch ein freundschaftliches Verhältnis zu den Kindern der Klassen aufzubauen, die er unterrichtete und es ist ihm gelungen. Ehemalige Schüler erinnern sich noch gerne und mit viel Lob über sein Engagement und seine gute und unkomplizierte Art den Unterricht zu gestalten. Sie erzählen auch, daß keinesfalls die Disziplin darunter gelitten hat, im Gegenteil. Dadurch, daß der Unterricht aufgelockert war, daß er stets in heiter-fröhlichen Tone mit seinen Schülern verkehrte, wusste jeder genau, daß er die Grenzen dieses freien Tones nicht überschreiten darf. Dadurch, daß er nur fünf Jahre älter war, als die ältesten seiner Schüler, fiel es ihm leicht, ihre Mentalität, ihr Fühlen und ihr Handel zu verstehen.

Wie diese Vorstellungen praktisch umgesetzt wurden, läßt sich gut aus dem Unterrichtsvorbereitenden und nachbereitendenden Materials Walter Bredendieks, sowie aus einigen Schülerarbeiten, wie Aufsätze, Diktate, Mathematikarbeiten u.ä. aus dieser Zeit  erschließen.

In den ersten Monaten des Schuljahres bestand seine Hauptaufgabe darin, den Leistungsstand der Klasse festzustellen um die größten Wissenslücken zu überbrücken. Es stellte sich heraus, daß zwar fast alle Kinder mit Begeisterung an die neuen Aufgaben herangingen, Vorurteile der auswärtigen Schüler gegenüber der Gramzower Schule legten sich schnell, sich aber beträchtliche Wissensdifferenzen herausstellten. Dies zuerst auszugleichen war die erste Aufgabe. Besonders augenscheinlich war dies im Deutschen.  Die jahrelange Vernachlässigung des Unterrichtes an der Dorfschule hatte erschreckende Folgen gezeigt. Viele orthographische und grammatikalische Fehler gröbster Art haben sich bei der Feststellung des Leistungsstandes herausgestellt. Diese waren, parallel zu den von der Provinzialregierung herausgegeben Lehrplänen, zu beseitigen. 

Drei Fragen entstanden daraufhin:

  1. Wie kann innerhalb kürzester Zeit eine Nivellierung der Leistungshöhe erreicht werden?
  2. Wie kann trotzdem das lehrplanmäßige Jahresziel, zumindest annähernd, erreicht werden?
  3. Wie kann das Interesse der Schüler ständig wachgehalten werden?

Grundsätzlich mußte er sich entscheiden, ob er auf dem Wege des Arbeits [8] - oder des Lernunterrichtes [9] zum Ziel gelangen wollte. Er versuchte den Unterricht im Sinne der Arbeitsschule aufzubauen, merkte aber schnell, daß die Klasse, die nur den Lernunterricht kannte, für solch grundlegenden Umstellungsprozeß in einem sehr ungünstigen Alter waren. Die Dreizeh- und Vierzehnjährigen gehen nicht mehr so aus sich heraus, wie jüngere Kinder. Daraufhin versuchte er zu eine Synthese beider Unterrichtsformen zu gelangen. Er stellte mehr Querverbindungen zwischen Deutsch, Geschichte und Erdkunde her, als dies bei streng differenziertem Fachunterricht der Fall ist. Das selbe Thema sollte nach Möglichkeit in jedem der drei Fächer von einer anderen Seite her beleuchtet werden, so daß je nach Gegebenheiten und Erfordernissen das Schwergewicht bald stärker auf dieses, bald auf jenes Fach verlagert werden konnte.

In diesem Sinne behandelte er ab September 1946 die Halligen. An diesem Stoff, der nicht zum Pensum der Klasse gehörte, wollte er den tatsächlichen Kenntnisstand der Klasse feststellen. Als Ausgangspunkt diente die Wiederholung der den Kindern bekannten Gedichte „Nis Randers“, „John Maynard“ und der „Lotse“. Dabei wurden die Gemeinsamkeiten der Gedichte erarbeitet. Die Frage nach ähnlichen Verhältnissen in Deutschland schuf die Überleitung zur eigentlichen Aufgabe, der Feststellung des Leistungsstandes zum inhaltlichen Verständnis, der Wiedergabe mit eigenen Worten und des Übertragens in die verschiedensten Zusammenhänge. Er mußte dabei feststellen, das er sehr wenig voraussetzen konnte. Selbst der Begriff „Hallig [10] “ war einigen Kindern nicht bekannt. Im Laufe des Monats September stellte er die verschiedensten Übungen an. Ständig wurden Niederschriften angefertigt um die Klasse im schriftlichen Ausdruck zu üben, ständig wurde der Stoff der vergangenen Stunden erzählend wiederholt. Bei zusammenhängenden Berichten hielt er sich möglichst zurück und ließ die rein sprachlichen Fehler von den anderen Schülern selbstständig verbessern. Höchstens, wenn er einen  besseren Ausdruck suchen lassen wollte und dies nicht selbsttätig geschah, wandte er sich mit einem „Was meint ihr dazu?“ oder „Gefällt euch dieser Satz?“ an die ganze Klasse. 

Weitere Gedichte und Erzählungen zum Thema „Hallig“ wurden behandelt. Das Lernen der Gedichte und das Rezitieren im Wechselgespräch, sowie der Klassenaufsatz zum Thema zeigten bereits einen guten Erfolg.

Nachdem er sich nun darüber im klaren war, wo die Mängel und Schwächen der Klasse lagen, konnte er nun daran gehen die Jahresstoffverteilung vorzunehmen. Ich werde den weitern Verlauf des Schuljahres gekürzt wiedergeben, obwohl es nicht ohne Reiz wäre es ausführlich zu betrachten.

Im Oktober wurden Schillers „Kraniche des Ibykus“ – für viele Kinder die erste Ballade die sie kennen lernten – in lebendiger Verbindung mit der Sprachlehre behandelt. Auch in diesem Fall schloß ein Aufsatz die Behandlung ab, der trotz der Schwierigkeit die das Thema bot, recht erfreulich ausfiel.

Ende Oktober 1946 erhielt die Klasse endlich die lang erwarteten neuen Lehrbücher. Diese entsprachen bei weitem nicht dem, was sich Walter Bredendiek von ihnen erhoffte, nämlich eine Erleichterung der Arbeit der Lehrer und der Schüler, um die Menge des geforderten Stoffes, den die Lehrpläne vorsahen, zu bewältigen.

„Ich glaube nicht, wie andere Kollegen, daß die Pläne unmögliches verlangen. Bei intensiver Arbeit werden sich die Ziele erreichen lassen. Allerdings müßten zu diesem Zwecke die Lehrbücher wohl noch einmal einer gründlichen Prüfung unterzogen werden. Vor allem gilt dies für das Lesebuch „Wer liest mit?“ und für die Aufgabensammlungen und Leitfäden für die mathematischen Fächer. Wenn man schon angesichts der Tatsache bedenklich gestimmt ist, daß Goethe und Schiller in einem Lesebuch für die 8. Klasse mit einer einzigen Probe ihres Schaffens Platz gefunden haben, die m. E. noch nicht einmal glücklich gewählt worden sind, so wächst das Erstaunen, wenn wir auf Seite 112 unter der Überschrift „Das gefallene Pferd“ eine Erzählung von A. Glaßbrenner entdecken. Zu welchem Zwecke sie hier abgedruckt wurde, wird wohl niemandem klar geworden sein, wenn er ihre Lektüre beendet hat. Für andere Beiträge gilt dasselbe! Warum finden wir nicht eine einzige Fabel von Gellert oder Lessing? Warum nichts von Hebel? Nicht ein einziges Gedicht enthält das Buch! Da muß noch gründlich geändert und verbessert werden und zwar schnell weil wir Lesestoff dringend benötigen. Es gibt so viele Lesebücher aus der Vergangenheit, die wirklich zweckmäßig und waren und die – wenigstens was den äußeren Aufbau betrifft - ein brauchbares Vorbild abgegeben hätten, wobei es selbstverständlich ist, daß man das chauvinistische Gedankengut vorher ausmerzen müßte – warum hat man nicht von ihnen zu lernen versucht?“ [11]

Selbstverständlich wurden die Lehrbücher dennoch benutzt, so wurde Schillers Anekdote „Herzog von Alba bei einem Frühstück auf Schloß Rudolstadt“ besprochen, die darin enthalten war. Vor allem wurde diese Erzählung aber zur Steigerung der Lesefertigkeit genutzt.

Im November wurde der Schwerpunkt auf die Grammatik und für lebendige Sprachübungen genutzt. Im Anschluß an die „Kraniche des Ibykus“ wurde Schillers Leben und Werk besprochen und danach „Der Taucher“.

Der Winter 1946/47 gehörte zu den kältesten des 20. Jahrhunderts. Durch die lang anhaltende Kälteperiode konnte der Unterricht von Dezember 1946 bis März 1947 nicht wie es geplant war durchgeführt werden, da es an Heizmaterial für die Öfen der Schule fehlte. Der tägliche Unterricht wurde dadurch wesentlich verkürzt und konnte mit der alten Intensität erst wieder Ende März aufgenommen werden. Der Unterricht wurde dann ohne Unterbrechung – abgesehen von den kurzen Oster- und Pfingstferien- bis zum 25. Juli durchgeführt. In dieser Zeit wurde folgender Stoff behandelt, der in groben Zügen aus untenstehender Übersicht hervorgeht:

 

 

Sprachkunde und Rechtschreibung

Schrifttum

März

spinnen – Gespinst;

schwellen – Geschwulst; usw.

 

Anführungsstriche bei Buchtiteln usw.

H. v. Kleist: „Michael Kohlhaas“

 

Wiederholung:

„Der Taucher“, „Die Kraniche des Ibykus“

 

April

das und daß – wieder und wider

Der einfache und der zusammengesetzte Satz.

G. Keller: “Die mißlungene Vergiftung“

Ch. Dickens: „Oliver Twist“ (Auswahl)

Klassik und Realismus

Mai

der Tod – der Tote – tödlich

Uhland: „Des Sängers Fluch“

Goethe: „Erlenkönig“

Herder: „Erlkönigs Tochter“

Juni

Goethes Leben – Goethe: „Aus Dichtung und Wahrheit“

Schiller: „Wilhelm Tell“

Juli

Schiller: „Wilhelm Tell“

 

Es würde zu weit führen, die Erfahrungen, die Walter Bredendiek bei der Behandlung der angeführten Stoffe machte, eingehender zu erörtern. Nur ein Beispiel soll hier folgen, das für seine belebte Art des Unterrichts stehen soll.

Um die Mitarbeit der Klasse für Rechtschreibübungen anzuregen, versuchte er diesen trockenen Teil des Unterrichtes lebendiger zu gestalten. Er versuchte die Einprägung neuer Regel nicht nur an Einzelsätzen zu exerzieren, sondern an kleinen Geschichten. Die erste Einübung erfolgt aber auch an zusammenhanglosen Sätzen, die das betreffende Wort (in diesem Falle wider und wieder) enthielten. Er machte nun folgenden Versuch: Er wiederholte zunächst einmal wann man wieder mit und wider ohne e schreibt. Dann erklärte er: “Jeder von euch denkt sich nun eine Geschichte aus, in der er möglichst oft mit wieder und wider zusammengesetzte Wörter gebraucht.“ Die Kinder waren voller Eifer bei der Sache und aus den sturen Pauken von Regeln wurde lebendiger und spannender Unterricht. 

 

Wie bereits erwähnt, hatte Walter Bredendiek den Geschichts- und den Erdkunde- mit den Deutschunterricht zu einem organischen Ganzen verbunden, insofern als er sich bemühte Vorgänge für den Deutschunterricht fruchtbringend zu verwenden, die in den beiden anderen Fächern das Interesse erregt hatten. So stellte er im Deutschunterricht häufig Aufgaben für häusliche und Klassenniederschriften, die vorher im Geschichts- oder Erdkundeunterricht behandelt wurden. Der Nutzen dieser Verbindung ist klar: einmal prägt sich das in den Realfächern Durchgenommene durch eine selbstständige schriftliche Verarbeitung zweifellos fester ein, als wenn es bei einer bloßen mündlichen Wiederholung bliebe, zum anderen ergab sich für die Schüler nicht nur die Notwendigkeit auf den Stoff zu achten, sondern stets auch auf die sprachliche Form. Für beide Seiten – für die Realfächer, wie auch für den Deutschunterricht – ergaben sich also bedeutende Vorteile.

Im Erdkundeunterricht war Walter Bredendiek gezwungen, den Lehrplan weitgehend umzugestalten. Den Schülern waren die topographischen Verhältnisse Europas weitgehend unbekannt, von der übrigen Welt ganz zu schweigen. So war er gezwungen zuerst die Grundlagen zu schaffen auf denen er dann im nächsten Jahr die mathematische und Wirtschaftsgeographie aufbauen wollte. Größten Wert legte er auf die Darstellung und Veranschaulichung durch Skizzen, geometrische Darstellungen und Diagrammen.

Dem Geschichtsunterricht gehörte seine besondere Liebe. Nicht nur weil er sich selber schon seit langem für historische Vorgänge interessierte, sondern vor allem, weil er in ihm ein hervorragendes Mittel zur geistigen und sittlichen Erneuerung der Jugend sah.

Am 15. Oktober 1946 erhielt Walter Bredendiek die Genehmigung zur Erteilung des Geschichtsunterrichtes, den er bereits am folgenden Tag in der achten Klasse aufnahm. Da die Kinder auch in diesem Fach keinerlei Vorkenntnisse mitbrachten, war es erforderlich die historischen Ereignisse von Beginn der geschichtlichen Zeit zu behandeln. Diese Notwendigkeit, von ihm ursprünglich als Belastung gesehen, stellte sich jedoch insofern als Vorteil heraus, da sich anhand der antiken Geschichte viele Parallelen zur Zeit nach 1945 darstellen ließen.

Walter Bredendiek kam es darauf an, im Geschichtsunterricht die historischen Vorgänge so darzustellen, daß die Schüler erkennen sollten, daß die ethischen Gesetze, die sich aus der Geschichte ablesen lassen, für alle Zeiten verbindlich sind. Das ohne deren Beachtung die Staaten und Völker nicht bestehen können und eine ständige Vernichtung des Geschaffenen die Folge ist. Er wollte die Liebe zum Guten und die Abscheu vor dem Bösen wecken und die bei den Kindern teilweise stark durcheinander geratene moralische Wertordnung wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Als Beispiel für diese Methode soll ein Thema aus der römischen Geschichte dienen.

 

„Die Folgen der punischen Kriege und die Reformversuche der Gracchen“

 

Einleitende Wiederholung: In der letzten Stunde haben wir damit begonnen, uns die Verwandtschaftsbeziehungen klar zu machen, die zwischen verschiedenen Männern bestanden, die große Bedeutung für das römische Weltreich erlangten. Von welchem Manne gingen wir dabei aus? (von L. Ämilius Paullus, dem Konsul, der 216 v. Chr. Bei Cannä fiel) Entwerft mir noch einmal die Stammtafel, so weit wie wir sie neulich an die Tafel gezeichnet haben! (Unter Mitwirkung der ganzen Klasse entsteht ein Bild von den Verwandtschaftsbeziehungen zwischen den Corneliern und den Ämiliern in der folgenden Weise):

 

Tafel_1

(Verdeutlichung durch verschiedenfarbige Unterstereichungen)

 

Erläutere die Stammtafel! Welcher Name kommt zweimal vor? Sind die beiden Scipionen blutsverwandt? Wie kommt es dann aber, daß sie auf derselben Stammtafel erscheinen? Die beiden haben sogar denselben Beinamen (Africanus) Woran erinnert uns das? Erzählt von den punischen Kriegen! (Die Zusammenfassung geschieht kurz und gibt das Wichtigste in ungefähr 10 Minuten.)

Die punischen Kriege stellten einen Wendepunkt in der punischen Geschichte dar; Inwiefern?

  1. Rom brauchte keine Gegner mehr zu fürchten.
  2. Es konnte weitere Eroberungen machen.
  3. Durch die Kriegsentschädigungen die Karthago zahlen mußte wurde Rom reich.

 

Betrachten wir jetzt die einzelnen Punkte genauer! (2. Teil der Wiederholung):

  1. Rom brauchte keinen Gegner mehr zu fürchten und konnte weiter Eroberungen machen. Auch hierüber sagt uns die Stammtafel etwas (L. Ämilius Paullus d.J. schlägt Perseus bei Pydna, 146 wird Mazedonien römische Provinz, 133 Spanien – Numantinus! – und Pergamon [gleichzeitige Ereignisse!])
  2. Rom und die Römer wurden reich. Wir wiederholen die Zustände im römischen Reich zu jener Zeit. An der Tafel entsteht folgende Gliederung:

a.      Die Verwaltung der Provinzen

b.      Die römische Staatsordnung (Verfassung)

c.      Umschwung in der Lebensweise

d.      Die Stände (Hinweis auf 500!)

e.      Die Spiele

 

Zusammenfassung!

 

Neuer Stoff:

 

Es gab aber noch Männer in Rom, die die Mißstände erkannten und die ihrem Volk helfen wollten. Zwei vor allen anderen haben sich in dieser Hinsicht besonders hervorgetan: Die Brüder Tiberius und Gajus Gracchus, von denen wir heute etwas hören werden. Ihre Mutter war die Tochter des älteren Scipio, Cornelia (Name!). Wir wollen sie in unsere Tafel eintragen. Sie war vermählt … usw. – Am Schluß dieser Erläuterungen ist an der Tafel folgendes Bild entstanden:

 

Tafel_2

 

Wenn die Gracchen nun die Mißstände in Rom beseitigen wollten, so mußten sie deren Ursachen erkennen. Wir kennen sie auch (Latifundien, Sklavenwirtschaft, Verelendung des Proletariats, Verweichlichung)

            Gedrängte Darbietung der Wirksamkeit der Gracchen:

1.      Tiberius Gracchus ließ sich im Jahre 133 zum Volkstribun wählen und stellte als solcher den Antrag, daß von dem weitausgedehnten römischen Staatsland niemand mehr als 500 Morgen besitzen dürfe. Wer mehr habe, müsse … usw.

Zusammenfassung!

 

2.      Zehn Jahre später erneuerte sein hochbegabter Bruder Gajus Gracchus als Volkstribun das Ackergesetz des Tiberius. Aber er ging weiter … usw.

 

Zusammenfassung !

 

Vertiefung:

 

Gründe die zu der sozialen Krise in Rom führten:

1.      Gegensätze zwischen Reichen und Armen (Optimaten – Demokraten), Entstehung des Proletariats

2.      Entstehung der großen Güter (Latifundien, Sklavenwirtschaft)

3.      Entartung des Volkes, Verfall der Sitten (Verachtung der Religion, grausame Gladiatorenspiele)

 

Besserungsversuche der Gracchen

Sie wollten:

 

1.      Die Gegensätze zwischen Reichen und Armen durch die Schaffung einer Demokratien ausgleichen.

2.      Die großen Güter beseitigen (Bodenreform).

3.      Die Sitten bessern.

 

Diese sechs Punkte werden an die Tafel geschrieben und in einer kurzen Wiederholung nochmals erläutert.

 

 

Beziehung auf die Gegenwart:

 

An der Tafel stehen zwei Wörter, die wir heute oft hören und gebrauchen (Demokratie und Bodenreform). Unser Zeitalter muß also wohl Ähnlichkeiten mit dem der Gracchen haben; wir wollen sehen inwiefern:

            Rom entartet durch gewonnenen Krieg

            Deutschland entartet durch verlorenen Krieg                  

also:

            Der Krieg, ob gewonnen oder verloren, ist in jedem Fall ein Unglück.

 

Die deutschen Staatsmänner versuchen heute genau wie einst die Gracchen das entartete Staatswesen zu erneuern.

 

Bild der Tafel:

 

Tafel_3

 

Hinweis auf die Bedeutung von Revolutionen als Ausgleich sozialer Spannungen.

Gründe für das Scheitern der gracchischen Bewegung:

Zu starke Gegnerschaft der Optimaten; Uneinigkeit der Proletarier (Lehre für die Gegenwart!)

 

Anwendung für den Aufsatzunterricht:

 

  1. Ein Proletarier schildert das Auftreten des Tiberius Gracchus. – Hoffnungen und Enttäuschungen der Proletarier.
  2. Ein Vergleich zwischen den Besserungsversuchen der Gracchen und den demokratischen Reformen in Deutschland in den Jahren 1945 – 1947.

 

In ähnlicher Weise kann man den gesamten Geschichtsunterricht für die demokratische Erziehung der Schüler fruchtbar machen.“ [12]

 

Soviel aus dem Geschichtsunterricht von Walter Bredendiek. Vieles was hier exemplarisch steht hat er als Methode, auch in seinen späteren Jahren in seiner pädagogischen Arbeit als Hochschullehrer sowie in seiner wissenschaftlichen Arbeit, ich nenne hier nur seine Liebe zu Autobiographien und zu Pfarrergenealogien, weiter ausgebaut und pedantisch alles untersucht was er für wichtig hielt. „Er tat das in jener Weise, mit der sich allein ausreichende Grundlagen schaffen ließen, als ein Fanatiker der Kleinarbeit, der gleichwohl die großen Zusammenhänge und die weiträumige Überschau nicht vernachlässigte. Aber er hielt nichts von Geschichtskonstruktionen, die in der freien Luft der Spekulation errichtet wurden und denen die Basis sauber ermittelter und einander zugeordneter Fakten fehlte. Deshalb bemühte er sich mit unermüdlicher Hingabe um scheinbar unbedeutende Personen, geringfügige Vorgänge und am Rande des Geschehens stehende Gruppierungen.“ [13]  

 

Bis zum 1.Juli 1947 erteilte Walter Bredendiek in der 8. Klasse auch Englisch und zwar in zwei Kursen, da es Schüler mit Vorkenntnissen gab und Schüler ohne Vorkenntnisse. Nach dem 1. Juli 1947 wurde der Englischunterricht von einer neu eingestellten Fachkraft weitergeführt.

Neben dem Kernunterricht, von dem bisher die Rede war, bot er zwei Sonderkurse an, einen in Latein und einen in Mathematik, die von denjenigen Schülern besucht wurden, die später die Oberschule besuchen wollten.

 

Die hohen Ansprüche, die er an seine Arbeit und an seine Schüler stellte, führten allerdings auch zu Konflikten innerhalb des Lehrkörpers der Gramzower Zentralschule. Nicht alle Lehrer waren bereit, die geringen materiellen Mittel durch ein größerer Engagement und Einbringen als Lehrerpersönlichkeit, auszugleichen. Die Lehrpläne, die  sehr hohe Anforderungen stellten, konnten im Schuljahr 1946/47 nicht voll erfüllt werden. Das hatte verschiedene Gründe die ich oben geschildert habe. Allerdings stellte sich Walter Bredendiek nicht auf den Standpunkt einiger Lehrerkollegen, daß dieses Ziel unmöglich zu erreichen wäre. Im Gegenteil, durch die hohen Anforderungen hoffte er auf Impulse auf die Schüler, die durch ein intensiveres Lernen an ein anderes und effektiveres Arbeitstempo gewöhnt werden sollten, welches es ihnen ermöglicht den gelernten Stoff auch Zeit ihres Lebens anzuwenden. Sicher spielten hier auch seine eigenen Erfahrungen während der Angermünder Schulzeit eine Rolle, die ja erst drei Jahre zurücklagen. Ein anderer Punkt war natürlich das geforderte Engagement der Lehrer. Um die schulischen Ziele zu erreichen, war er der Meinung, daß die Lehrbücher noch einmal überarbeitet werden müßten. Bis dies geschehen war mußten die Lehrer mehr leisten. Dies traf auf die Unterrichtsvorbereitung genauso zu wie auf die unbedingte Fortbildung, die ständig erfolgen mußte und dazu waren einige Kollegen nicht bereit.

Walter Bredendiek schloß seinen Tätigkeitsbericht mit folgenden Zielen, die auch in seinen späteren Aktivitäten für ihn Priorität hatten:

„Ein dreifaches Ziel gilt für uns durch die Arbeit in der Schule zu erreichen:

 

den deutschen Staat auf demokratisch - humanistischer Grundlage neu zu bauen;

 

den Typ des selbstverantwortlichen deutschen Menschen zu formen, dem Gerechtigkeit, Güte, Milde und Liebe höhere Tugenden sind, als Kampf und Tod in Schlacht und Krieg und

 

dem wahren Fortschreiten der Menschheit der Vollendung entgegen die Bahn zu bereiten.

 

So mögen denn alle unserer Arbeit unter dem Goethewort stehen:

Über allen anderen Tugenden steht eins:

            das beständige Streben nach oben,

das Ringen mit sich selbst,

das unersättliche Verlangen nach größerer Reinheit, Weisheit, Glück und Liebe.“ [14]

 

           


Literatur:

 

Bredendiek, Walter. Burteilung der Schüler der 8. Klasse bei der Zeugnisverteilung am 1. März 1947b. Gramzow, 1947.

Bredendiek, Walter. Charakteristiken Klasse 8 Zentralschule Gramzow. Gramzow, 1947a.

Bredendiek, Walter. Lehrer nach der Kapitulation in Gramzow . , o.J.

Bredendiek, Walter. Tätigkeitsbericht des Schulamtsbewerbers Walter Bredendiek, tätig an der Zentralschule Gramzow für die Zeit vom 1. September 1946 -25. Juli 1947c . Gramzow, 1947.

Ribow, Fritz. Schulchronik der Oberschule Gramzow. Gramzow, o. J.

Trebs Herbert. "Walter Bredendiek als Kirchenhistoriker," in Heinrich Fink, eds., In Memoriam Walter Bredendiek (1926 - 1984). Berlin, 1986, pp. 20-30.

 

 


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